Naturheilkunde

- Chefarzt Dr. med. Martin Schencking
Naturheilkunde
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Naturheilkunde ist...
Die Bedeutung der Naturheilkunde (Integrative Medizin) hat in den letzten zwei Jahrzehnten eindrucksvoll zugenommen. Dies betrifft vor allem chronische Krankheitsbilder wie Tumorerkrankungen, rheumatische Erkrankungen, chronisch-entzündlichen Darmerkrankungen (CED), Erkrankungen des allergischen Formenkreises wie Asthma bronchiale und Neurodermitis und Schmerzerkrankungen des Muskel-, Stütz- und Bindegewebes.
Aus historischer Perspektive lässt sich feststellen, dass insbesondere die klassische Naturheilkunde in Deutschland eine rege Weiterentwicklung und Professionalisierung erfahren hat: Ausgehend von Sebastian Kneipp (1821-1897), Wilhelm Winternitz (1834-1917), Ernst Schwenninger (1850-1924), Paul Vogler (1899-1969) und Herbert Krauß (1909-1961) wurde das naturheilkundliche Wissen vergangener Jahrhunderte katalogisiert, untersucht und klinisch weiterentwickelt.
Im Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach wird im stationären Bereich ein breites Spektrum unterschiedlicher naturheilkundlicher Verfahren angewandt. Zusätzlich besteht eine enge Kooperation zum Medizinischen Versorgungszentrum Westerwald, das ambulante Naturheilkunde anbietet.
Aufgrund intensiver wissenschaftlicher Aufarbeitung und Forschung (aktuell existieren fünf Lehrstühle für Komplementärmedizin in Deutschland) werden die nachfolgenden Therapieverfahren als anerkannt eingestuft und erfolgreich eingesetzt.
„Klassische“ Naturheilverfahren:
- Hydrotherapie
(Wassertherapie nach Kneipp mit Güssen, Wickeln, Bädern und Auflagen)
- Phytotherapie
Pflanzenheilkunde – Fertigarzneimittel, Lösungen, Tinkturen, Zusätze und Teetherapie
- Ernährungstherapie
hier insbesondere die Heil-Fastentherapien nach Buchinger, F. X. Mayr und Felser-Riefler
- Bewegungstherapie
- Ordnungstherapie (insbesondere Tai Chi, Yoga, Qui Gong, Muskelrelaxation Jacobsen)
psychotherapeutische Verfahren, Stressreduktionsprogramme wie BERN
- ausleitende Therapieverfahren
zum Beispiel Schröpfen, Blutegeltherapie und die Akupunktur
Durch die hohe wissenschaftliche Akzeptanz der Naturheilkunde hat diese auch Einzug in die ärztliche Weiterbildung gefunden, in welcher die Zusatzbezeichnung „Naturheilverfahren“, “Chirotherapie“, “Akupunktur“ oder „Homöopathie“ nach entsprechender Weiterbildung und Prüfung fest verankert ist.
Definitionsgemäß sollte allerdings anstatt „Naturheilkunde“ der Begriff „Integrative Medizin“ verwendet werden, da sich die klassische Naturheilkunde als Symbiose zur Schulmedizin, also Erweiterung und Bereicherung, versteht. Zu solider klinischer Naturheilkunde gehört immer eine adäquate schulmedizinische Diagnostik und Befundabklärung.
Den naturheilkundlichen Therapieverfahren im akut-stationären Bereich gemeinsam ist die hohe Zuwendungsintensität und Anwendungshäufigkeit. Die meisten Therapieverfahren werden täglich mehrfach am Patienten angewandt. Weiterhin runden Anwendungsverfahren der konventionellen Physiotherapie, wie beispielsweise Massagetherapie, Krankengymnastik, Lymphdrainage, Bewegungsbad, Inhalationstherapie und Fußreflexzonentherapie, das stationäre Behandlungskonzept ab.
Weiterführende Informationen finden Sie hier
- Homöopathie (pdf, bitte hier klicken)
-
Naturheilkunde in der Hausarztpraxis (pdf, bitte hier klicken)
-
Naturheilkunde und Reha-Maßnahmen 1 (pdf, bitte hier klicken)
-
Naturheilkunde und Reha-Maßnahmen 2 (pdf, bitte hier klicken)
Weitere Informationen zum Thema finden Sie auch auf der Seite der Carstens-Stiftung
www.carstens-stiftung.de







