Therapien

Welche Therapieformen gibt es?

Es gibt eine Reihe von Therapiemöglichkeiten bei Uterusmyomen. Früher bestand die häufigste Behandlung in einer Hysterektomie. Heutzutage stehen Frauen mit symptomatischen Uterusmyomen mehr Behandlungsmöglichkeiten zur Verfügung. Ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ist unerlässlich, um herauszufinden, welche Behandlungsform für Sie am besten ist. Folgende Faktoren sind bei der Auswahl der am besten geeigneten Therapie zu berücksichtigen:

  • Alter
  • Allgemeiner Gesundheitszustand
  • Schwere der Symptome
  • Geburtshilfliche Krankengeschichte
  • Position der Myome im Uterus

Nachfolgend bieten wir Ihnen eine Kurzübersicht über die derzeit möglichen Therapieformen.

MR-geführter fokussierter Ultraschall

Ein nichtinvasives, ambulantes Verfahren zur Behandlung von Uterusmyomen. Bei dieser Behandlungsform bleiben Gebärmutter und Fertilität erhalten.

Die Behandlung kommt ohne Schnitte und Narkose aus. Sie ermöglicht eine schnelle Genesung und Rückkehr zum normalen Leben (1–2 Tage). Die Empfehlung zur ambulanten oder stationären Therapie erfolgt individuell. >>>

Hysterektomie

Hierbei handelt es sich um die operative Entfernung der Gebärmutter. Aufgrund der invasiven Natur erfordert dieses Verfahren den Einsatz einer Allgemeinnarkose und eine Genesungszeit von bis zu sechs Wochen.

Nach der Entfernung der Gebärmutter ist keine Schwangerschaft mehr möglich.

Abdominale Myomektomie

Die Entfernung von einem oder mehreren Myomen über einen Bauchschnitt (um den Zugang zum Uterus zu ermöglichen).

Dieses Verfahren erfordert den Einsatz einer Allgemeinnarkose und eine Genesungszeit von etwa vier Wochen.

Laparoskopische supracervicale Hysterektomie (LSH)

Lediglich der krankhaft veränderte Gebärmutterkörper wird entfernt. Der gesunde Gebärmutterhals, der mit seinen Aufhängebändern für die Stabilität des Beckenbodens sorgt, bleibt unangetastet.

Laparoskopische totale Hysterektomie (LTH)

Minimal-invasive totale Entfernung der Gebärmutter.

Laparoskopische Myomektomie

Die Entfernung von Myomen mithilfe der Laparoskopie über zwei 5 mm und einen 15 mm langen Hautschnitte. Daher wird diese Behandlung auch als mikro-invasiv bezeichnet. Dieses Verfahren eignet sich nur für die Behandlung kleinerer Myome.

Es erfordert den Einsatz einer Allgemeinnarkose und eine Genesungszeit von etwa ein bis zwei Wochen.

Hysteroskopische Myomektomie

Entfernung von submucösen Myomen mithilfe eines Hysteroskops, das über die Vagina und den Gebärmutterhals in die Gebärmutter eingeführt wird.

Auch dieses Verfahren erfordert den Einsatz einer Allgemeinnarkose. Es erfolgt in der Regel kein stationärer Aufenthalt und die Genesungszeit ist kurz (ein bis drei Tage).

Laserbehandlung von Uterusmyomen

Kombiniert die MR-Bildgebung bzw. laparoskopische Myolyse mit medizinischen Lasern, um die Myome von der Blutzufuhr zu trennen. Dieses Verfahren kann zu Hautverbrennungen führen.

Es erfordert den Einsatz einer Allgemeinnarkose, kommt aber ohne einen stationären Aufenthalt aus. Die Genesungszeit dauert etwa eine Woche.

Uterusarterienembolisation (UAE)

Bei diesem Verfahren werden über einen Katheter Polyvinylalkohol-Perlen in die Gebärmutterarterie injiziert. Auf diese Weise wird der Blutfluss zum Myom gehemmt, was seine Nekrose nach sich zieht. Es erfolgt ohne den Einsatz einer Allgemeinnarkose und ohne einen stationären Aufenthalt. Die Genesungszeit dauert etwa ein bis drei Tage.

Alternative Behandlungsmethoden

Nicht-invasive Behandlungsmöglichkeiten bei Myomen wie z. B. Hormontherapien, orale Therapien, pflanzliche Therapien, homöopathische und ganzheitliche Therapien.

Beobachten und Abwarten

Keine Behandlung. Überwachung auf etwaiges Fortschreiten der Symptome.

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