Was verbirgt sich hinter der MRgFUS-Behandlung?

MRgFUS ist ein neues und besonders schonendes Verfahren zur Behandlung von Gebärmuttermyomen. Kein Schnitt, kein Blut, keine Narkose - lediglich Ultraschallwellen passieren die Haut und werden im Körper genau am Zielort gebündelt. Mittels der dabei entstehenden Hitze wird das Myomgewebe eingeschmolzen.

MRgFUS steht für MR-geführten fokussierten Ultraschall und vereint zwei bewährte Verfahren: hochintensiver fokussierter Ultraschall (HIFU) und hochauflösende Magnetresonanz-Bildgebung.

Durch diese Kombination wird eine Operation vermieden.

Der fokussierte Ultraschall (FUS) hoher Intensität erzeugt im Brennpunkt eine hohe Temperatur, um das Gewebe des Uterusmyoms abzutragen bzw. zu „verbrennen“.

Das MR-System dient dabei als „Auge“, das es dem Arzt bzw. der Ärztin während der Behandlung ermöglicht, das Ziel einfach zu identifizieren und abzutragen.

Die Ultraschallwellen können die Haut durchdringen und bis zum Gewebe des Uterusmyoms vordringen, ohne dass Schnitte erforderlich sind, sodass die Behandlung vollständig nicht-invasiv, ohne einen Schnitt erfolgt.

Vorzüge:

  • Nicht-invasiv –
    das Verfahren kommt ohne chirurgische Schnitte aus. Es ist keine Allgemeinnarkose erforderlich, und es entstehen keine Narben
  • Schnelle Genesung –
    die Behandlung kann ambulant oder stationär durchgeführt werden. Dies wird individuell entschieden. Sie können mit einer Rückkehr zu normalen Aktivitäten innerhalb weniger Tage rechnen. Das Verfahren ist eine wirksame Alternative zu herkömmlichen Operationen und Hormontherapien.
  • Erhalt von Uterus und Fertilität –
    Ihre Gebärmutter bleibt ebenso wie Ihre Fertilität intakt. Es gibt mehrere dokumentierte Fälle von Schwangerschaften nach der Behandlung, sodass nicht zu erwarten ist, dass diese Behandlungsform Ihrer Familienplanung im Weg stehen wird.
  • MRgFUS kommt für Patientinnen in Betracht, die nach einer fertilitätsschonenden Behandlungsmöglichkeit für symptomatische Uterusmyome suchen.
    Eine Schwangerschaft bei vorhandenen Myomen ist mit gewissen Risiken verbunden, zu denen neben einem spontanen Abort und einer abnormalen fetalen Lage auch eine abnormale Plazentaausbildung, postpartale Blutungen und möglicherweise ein erhöhtes Risiko für einen Kaiserschnitt zählen. Die Datenlage zum Schwangerschaftsausgang in Bezug auf die Sicherheit einer Schwangerschaft nach erfolgter MRgFUS-Behandlung bei Frauen mit Schwangerschaftswunsch ist begrenzt. Sie könnten einem erhöhten Risiko von Komplikationen wie einer Frühgeburt, einem Kaiserschnitt, nachgeburtliche Blutungen und dem Einreißen der Gebärmutter ausgesetzt sein. Falls Sie nach einer MRgFUS-Behandlung schwanger werden, sollten Sie umgehend Ihren Arzt bzw. Ihre Ärztin konsultieren.

Risiken und Nebenwirkungen bei der MRgFUS-Behandlung

  • Kurzfristig – Niedriger Blutdruck, Schwindel, Bauchschmerzen/-krämpfe, Übelkeit, Fieber, allergische Reaktion auf Kontrastmittel oder Medikamente, leichte Hautverbrennungen, einige Tage lang anhaltende Rücken- oder Beinschmerzen.
  • Langfristig – Abdominale Hautverbrennungen mit Ulzeration, Rücken- oder Beinschmerzen bzw. -schwäche (selten).
  • Risiken beim Behandlungsergebnis – Die Behandlung könnte erfolglos sein und im Laufe der Zeit könnten weitere Myome nachwachsen. Ein ausführliches Gespräch mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin ist unerlässlich, um sicherzustellen, ob Sie als geeignete Kandidatin für diese Therapie infrage kommen.

* Stellen Sie sicher, dass Sie die Vorteile und Nachteile einer MRgFUS-Behandlung mit Ihrem Arzt bzw. Ihrer Ärztin besprechen.

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