Was ist Endometriose?

Endometriose ist eine gutartige, chronische Erkrankung von Frauen, bei der Gewebe, welches dem der Gebärmutterschleimhaut ähnlich ist, sich außerhalb der Gebärmutter in anderen Teilen des Körpers findet. Bevorzugt kommen Endometrioseherde in Beckenorganen wie Eierstöcken, Eileiter, Harnblase, Vagina, Enddarm oder Bauchfell vor. Aber auch andere Organe im Köper können betroffen sein (Blinddarm, Bauchspeicheldrüse, Zwerchfell oder Lunge).

Die Endometrioseherde sind von den weiblichen Geschlechtshormonen (Östrogene) abhängig, wachsen in Abhängigkeit vom Zyklus und führen zu Entzündungen, die wiederum zu Narbengewebe und Verwachsungen sowie zu Unfruchtbarkeit führen können. Oftmals wachsen diese Herde in Organe und Nerven ein.  

Weltweit sind etwa 176 Millionen Frauen von Endometriose betroffen. Als Hauptursache für Unfruchtbarkeit und chronische Unterleibschmerzen hat Endometriose auch gesellschaftliche und wirtschaftliche Konsequenzen. Weltweit kosten Produktivitätsverlust und verlorene Arbeitszeit Milliarden Euro. Etwa zehn Prozent aller Frauen erkranken an Endometriose, das sind in Deutschland etwa Viermillionen Frauen.

 

Trotz des häufigen Vorkommens wird Endometriose oft nicht oder erst sehr spät erkannt.  Es vergehen im Durchschnitt sieben bis zehn Jahre bis die Krankheit erkannt wird, hauptsächlich weil Endometriose ein komplexes Krankheitsbild hat.

Die genaue Ursache für die Erkrankung ist bis heute nicht genau geklärt. Es gibt verschiedene Theorien, die Endometriose zum Beispiel über den Rückfluss von Menstruationsblut über die Eileiter in den Bauchraum erklären oder mit immungenetischen Ursachen in Zusammenhang bringen. Wahrscheinlich spielen mehrere Faktoren bei der Entstehung eine Rolle.

Anzahl und Größe sowie Lokalisation der Endometrioseherde stehen oft nicht in Zusammenhang mit den Beschwerden. Manche Frauen mit ausgedehnter Endometriose weisen keinerlei Schmerzen auf.

 

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Dr. med. Andreas Putz

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