Was ist Neuropelveologie?

Die Neuropelveologie ist ein relativ neues Fachgebiet, welches sich mit krankhaften Veränderungen der Nerven im Becken befasst. Da sich dort eine Vielzahl von wichtigen Nerven befindet, können Schädigungen oder Erkrankungen dieser Nerven verschiedenste Symptome und Fehlfunktionen hervorrufen. In der Nähe der inneren Genitalorgane (Gebärmutter, Eierstöcke und Eileiter), des Enddarmes und der Harnblase finden sich Nerven, die für die Bewegung und Sensibilität der Beine verantwortlich sind oder die Entleerung von Darm und Harnblase regeln.  Auch die Sexualfunktionen werden zum großen Teil von Beckennerven gesteuert.
Gerade Erkrankungen wie die Endometriose führen oft zu Schädigungen der Beckennerven. Vorangegangene Operationen im Becken, Entzündungen sowie Nervenerkrankungen können ebenso zu Schädigungen oder Reizungen von Beckennerven führen.

Symptome

Häufigstes Symptom sind chronische Schmerzen im Becken, oft mit Ausstrahlungen in den Rücken, das Gesäß oder die Beine. Die betroffenen Patienten haben zudem nicht selten Störungen im Gefühl der Beine oder zeigen eine Überempfindlichkeit. Schmerzhafte Darmbewegungen, Schmerzen beim Wasserlassen, Schwierigkeiten bei der Entleerung des Darms und der Harnblase sind ebenfalls häufige Symptome. Die gestörten Sexualfunktionen führen oftmals dazu, dass die Patientinnen keinen oder nur selten Geschlechtsverkehr haben.

Untersuchung und Diagnose

Da die Symptome  von Nervenerkrankungen im Becken sehr komplex und verschieden sind, können die ursächlichen Nervenerkrankungen oft nicht auf Anhieb erkannt werden, was wiederum zu einer Verschlechterung führen kann. Wichtig ist neben der gynäkologischen Untersuchung auch eine Untersuchung der Beckenmuskulatur und der Beweglichkeit des Beckens. Eine neurologische Untersuchung ist in jedem Fall notwendig und auch weitere Untersuchungen wie Ultraschall oder MRT sind oftmals erforderlich.
Mit Hilfe einer Bauchspiegelung und weiter entwickelten Operationstechniken und -instrumenten kann man heute die Diagnose von Erkrankungen der Beckennerven einfacher stellen und gleichzeitig behandeln. In den meisten Fällen muss auch eine Nachbehandlung in Form von Schmerztherapie, Beckenphysiotherapie und Bewegungsübungen durchgeführt werden.

Kontakt

zum Profil »

Dr. med. Andreas Putz

› Chefarzt

Facharzt für Frauenheilkunde und Geburtshilfe

Südring 8
56428 Dernbach
Tel.: +49 2602 684-286
Fax: +49 2602 684-245
E-Mail

Sekretariat
Barbara Assmann
Tel.: +49 2602 684-286
E-Mail

 

 

 

Herz-Jesu-Krankenhaus Dernbach

Telefon  02602 684-0

KontaktDatenschutzImpressum

StandortTelefonE-MailXingFacebookYouTube