Hernien (Brüche): Definition und Ursachen

Bei einer Hernie (lateinisch hernia, ‚Bruch‘) handelt es sich um eine Ausstülpung des Bauchfells durch eine Lücke (Bruchpforte) in der Bauchwand oder am Zwerchfell. Solche sogenannten Eingeweidebrüche treten häufig auf; rund zwei bis vier Prozent der Bevölkerung sind betroffen. 

Gefährlich wird es, wenn im so entstandenen Bruchsack innere Organe wie etwa Darmschlingen eingeklemmt werden. Dies kann zu Durchblutungsstörungen, Darmverschlüssen oder Darmdurchbrüchen und sogar zu einer lebensbedrohlichen Bauchfellentzündung führen. Dieser Zustand stellt immer eine Notfallsituation dar und sollte schnellstmöglich von einem Arzt abgeklärt werden.

Hernien können durch eine gestörte Bindegewebebildung (Kollagensynthese) entstehen. Aber auch Übergewicht, chronische Darmverstopfung, chronisches Husten, Schwangerschaften, Lebererkrankungen, bösartige Erkrankungen, Zuckerkrankheit (Diabetes mellitus) und ein hohes Alter begünstigen die Entstehung von Hernien ebenso wie z. B. Narben infolge älterer Operationen.

Hernien entstehen auch häufig an natürlichen Schwachstellen des Körpers, wie z. B. im Falle von Leisten- oder Nabelbrüchen – und können somit angeboren sein. Daher können Hernien sowohl Kinder als auch Erwachsene betreffen.

In unserer Klinik für Hernienchirurgie bieten wir Betroffenen eine kompetente und individuelle Beratung und Unterstützung.

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